News

Was die EVP Oberdiessbach zum Masterplan mit den Infrastrukturvorhaben der Gemeinde sagte

Die EVP Ober­diess­bach begrüsste bereits im Rah­men der Ver­nehm­las­sung zum Bericht und Mas­ter­plan vom 6.5.09 über die Infra­struk­tur­vor­ha­ben «Sport­platz und Schul­raum­er­wei­te­rung» die geplan­ten Vor­ha­ben im Grund­satz. Die Rea­li­sie­rung der Mehr­zweck­halle ist von daher nicht mehr und nicht weni­ger als die Fort­set­zung der dama­li­gen Poli­tik.

Die EVP ver­langte damals vom Gemein­de­rat, bei der Umset­zung des Mas­ter­plans eine öko­lo­gi­sche Vor­rei­ter­rolle zu über­neh­men. Im Übri­gen ver­dankte die EVP das trans­pa­rente und ver­ant­wor­tungs­volle Vor­ge­hen des Gemein­de­ra­tes.

Die dama­lige Stel­lung­nahme der EVP zeigt die kon­se­quente Hal­tung der EVP, die seit­her von Schritt zu Schritt umge­setzt wor­den ist. Im Fol­gen­den einige Aus­schnitte aus der Stel­lung­nahme.

Der vor­lie­gende Bericht vom 6.5.09 über­zeugt durch die über­sicht­li­che, gut ver­ständ­li­che und infor­ma­tive Dar­stel­lung der bei­den Infra­struk­tur­vor­ha­ben «Sport­platz­an­lage und Schul­raum­er­wei­te­rung». Ebenso hilf­reich ist die kurze Vor­stel­lung der bei­den län­ger­fris­ti­gen Vor­ha­ben «Mehr­zweck­halle» und «Erwei­te­rung der Sekun­dar­schule». Der Bericht und das gewählte Vor­ge­hen erlaubt eine gute Gesamt­sicht der kom­men­den Infra­struk­tur­vor­ha­ben. Im Grund­satz und auf­grund der vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen erach­ten wir die vier genann­ten Vor­ha­ben als sinn­voll.

Anmer­kun­gen und Fra­gen.

1. Finan­zie­rung: Beim Finan­zie­ren der zwei bzw. vier Vor­ha­ben erscheint es uns wich­tig, wei­ter­hin eine offene Infor­ma­ti­ons­po­li­tik zu pfle­gen. Dabei dür­fen neben dem Ein­satz von Eigen­mit­teln und dem Ver­kauf von Lie­gen­schaf­ten bzw. Grund­stü­cken auch Steu­er­er­hö­hun­gen kein Tabu sein, wenn nötig schon für die ers­ten bei­den Pro­jekte. Gemein­same Auf­ga­ben und die Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät in unserm Dorf dür­fen auch etwas kos­ten. Steu­er­er­hö­hun­gen, die die­sen Zie­len die­nen, sol­len nüch­tern und offen in die Über­le­gun­gen ein­be­zo­gen wer­den.

2. Ver­kauf von Gemeinde-eigenen Lie­gen­schaf­ten und Grund­stü­cken: Der vor­ge­se­hene Ver­kauf von Grund­stü­cken soll dazu genutzt wer­den, vor­bild­li­che Bau­ten in unserm Dorf zu rea­li­sie­ren. Die Grund­stü­cke sol­len des­halb allen­falls im Bau­recht, sicher aber ver­bun­den mit Auf­la­gen ver­kauft wer­den. Dazu gehö­ren Anlie­gen wie eine ver­dich­tete Bau­weise und ener­gie­ef­fi­zi­ente Bau­ten. Die Gemeinde kann und soll hier indi­rekt eine Vor­rei­ter­rolle über­neh­men.

3. Bau­li­che Erwei­te­rung der Schu­len: Bei der bau­li­chen Erwei­te­rung der Pri­mar­schule und spä­ter der Sekun­dar­schule kann und soll die Gemeinde zei­gen, wie heute res­sour­cen­scho­nende Bau­ten rea­li­siert wer­den kön­nen. Die Erwei­te­run­gen sol­len bau­lich nach den neus­ten ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Stan­dards (etwa bei den Gebäu­de­hül­len) rea­li­siert wer­den. Die Warm­was­ser­auf­be­rei­tung der Schul­an­la­gen soll kurz- bis mit­tel­fris­tig mit Ener­gie­quel­len aus der Nähe, am sinn­volls­ten wohl durch Holz­schnit­zel­hei­zun­gen sicher gestellt wer­den. Die Gemeinde kann und soll bei Gemeinde-eigenen Bau­ten auch direkt ein gutes Bei­spiel geben.

4. Gebäude Sport­platz: Die Gemeinde enga­giert sich beim Sport­platz in einem hohen Masse finan­zi­ell. Des­halb hat sie zumin­dest das mora­li­sche Recht, bei den Gebäu­lich­kei­ten auf dem Sport­platz­ge­lände mit­zu­re­den. Die Gemeinde hat in die­sem Sinne dar­auf hin­zu­wir­ken, dass die Warm­was­ser­auf­be­rei­tung der Gebäude am Sport­platz durch Solar­en­er­gie oder andere umwelt­scho­nende Res­sour­cen sicher gestellt wird.

5. Auf­ge­ho­bene Schre­ber­gär­ten: Schre­ber­gär­ten haben eine wich­tige soziale und psy­cho­hy­gie­ni­sche Funk­tion. Wo durch die Rea­li­sie­rung des Sport­plat­zes Schre­ber­gär­ten auf­ge­ho­ben wer­den müs­sen, soll die Gemeinde des­halb mit­hel­fen, ent­spre­chen­den Rea­ler­satz zu fin­den.

Fazit: Mit dem Mas­ter­plan ver­fügt der Gemein­de­rat (die Gemeinde) über ein Doku­ment, wel­ches sicht­bar macht, dass die Orts­ent­wick­lung der stra­te­gi­sche Auf­trag der Exe­ku­tive ist (und war). Die Bevöl­ke­rung erkennt, dass der Gemein­de­rat nicht nur die lau­fen­den Geschäfte abar­bei­tet, son­dern auch mittel- bis lang­fris­tig seine Ver­ant­wor­tung wahr­nimmt. Die Gemeinde Ober­diess­bach ist effi­zi­ent geführt und ver­fügt in den ein­zel­nen Abtei­lun­gen über hohe Fach­kom­pe­tenz. Das ist auch drin­gend not­wen­dig, um die gros­sen wirt­schaft­li­chen, sozia­len und gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft zu meis­tern.